Lobe den Herren
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
meine geliebete Seele, das ist mein Begehren.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören.
Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?
Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!
Psalmgebet nach Psalm 139
Leitung:
Gott, du kennst mich.
Du weißt, wann ich sitze und wann ich aufstehe.
Du kennst meine Wege und meine Gedanken.
Nichts an mir ist dir verborgen.
Frauen:
Von allen Seiten umgibst du mich.
Du bist vor mir und hinter mir.
Du bist neben mir und über mir.
Kein Weg ist zu weit für deine Nähe.
Alle:
Du bist da. Du bist nah.
Du hältst mich in deiner Hand.
Männer:
Wenn ich unterwegs bin, gehst du mit.
Wenn ich schnell vorankomme, bist du da.
Wenn ich stehen bleiben muss, bist du da.
Wenn der Weg weit und beschwerlich wird, verlässt du mich nicht.
Alle:
Du bist da. Du bist nah.
Du hältst mich in deiner Hand.
Frauen:
Auch wenn ich mich entferne, bist du nicht fern.
Fahre ich hinauf zum Himmel – du bist da.
Finde ich mich am äußersten Ende der Erde wieder – du bist da.
Selbst die größte Entfernung kann mich nicht aus deiner Nähe bringen.
Alle:
Du bist da. Du bist nah.
Du hältst mich in deiner Hand.
Männer:
Wir danken dir für Menschen, die uns nahe sind.
Für eine Hand, die uns hält.
Für ein Wort, das uns Mut macht.
Für einen Menschen, der mit uns ein Stück des Weges geht.
Durch ihre Nähe erfahren wir etwas von deiner Nähe.
Alle:
Du bist da. Du bist nah.
Du hältst mich in deiner Hand.
Frauen:
Wir danken dir für alles, was unser Leben trägt:
für unser tägliches Brot,
für ein Zuhause,
für Menschen, die für uns sorgen,
für die Kraft, die du uns schenkst,
für jeden neuen Tag
und dafür, dass wir jetzt zusammen Gottesdienst feiern können.
Alle:
Du bist da. Du bist nah.
Du hältst mich in deiner Hand.
Männer:
Wir bitten dich für Menschen, die sich allein fühlen.
Für Menschen, die weit weg sind.
Für Menschen, die niemanden an ihrer Seite haben.
Lass sie deine Nähe erfahren.
Schick ihnen Menschen, die ihnen nahekommen.
Alle:
Du bist da. Du bist nah.
Du hältst mich in deiner Hand.
Leitung:
Gott, du hast mich geschaffen.
Du kennst mich besser, als ich mich selbst kenne.
Du siehst meine Freude und meine Angst,
meine Stärke und meine Schwäche.
Erforsche mich und erkenne mein Herz.
Führe mich auf dem Weg, der zum Leben führt.
Alle:
Du bist da. Du bist nah.
Du hältst mich in deiner Hand.
Heute. Morgen. Alle Tage.
Danke dafür! Amen.
Von guten Mächten
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.
Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.
Möge die Straße uns zusammenführen
Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand,
und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.
Führe die Straße, die du gehst,
immer nur zu deinem Ziel bergab;
hab, wenn es kühl wird, warme Gedanken
und den vollen Mond in dunkler Nacht.
Bis wir uns mal wiedersehen,
hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
er halte dich in seinen Händen,
doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.